EBMAS

Dai Sifu Emin Boztepe ist der Gründer und Cheftrainer der Kampfkunst-Organisation EBMAS, er ist in Kampfkunstkreisen anerkannt und geschätzt für seine Kampffähigkeiten. Seit 1976 befasst er sich mit verschiedenen Stilen von Kampfsport und Kampfkunst (u.A. Taekwondo, Shotokan, Türkisches Ringen, Boxen, Muay Thai, Wing Tsun, Escrima)

Seit über 20 Jahren widmet sich Sifu Emin ausschließlich dem Studium und dem Unterrichten des Wing Tzun Kung Fu und des Latosa Weapon Systems.

Das EBMAS-Training 

Die Wing-Tzun-Philosophie unterstützt ein realistisches Training.  Nach Sifu Emin ist dies einer der wichtigsten Faktoren in der Entwicklung wirksamer Selbstverteidigungstechniken. Obgleich das Training am Sandsack, Zirkel-, Kraft- und Konditionstraining seinen Wert hat, ist das Sparring (Lat Sao) und das Üben von Chi Sao mit einem lebenden Partner durch nichts zu ersetzen.

Wie bei allen Sportarten gilt auch hier: Regelmäßigkeit ist der Schlüssel zum Erfolg. Sifu Emin betont:

"Sie können die besten Techniken und die besten Ausbilder haben, wenn Sie jedoch nicht regelmäßig trainieren, wird Ihnen das nichts nützen."

Das Training besitzt im Wesentlichen drei Teile bzw. Bereiche:

1. Teil: Formen

Die Formen sind grundlegende traditionelle Bewegungsabläufe. Sie sind mit dem Hintergrund der Selbstverteidigung zusammengestellt worden und enthalten alle Grundtechniken. Sie dienen vor allem der Verinnerlichung der einzelnen Bewegungen, doch lässt sich ebenso Körperspannung und geschmeidige Bewegung damit trainieren.

2. Teil: Chi Sao (Die Klebenden Hände)

Chi Sao übt fließende Verteidigungsreflexe, die über das Berühren, bzw. blinde Erfühlen von Druck und Kraft des Gegners sehr direkt und mechanisch aktiviert werden. Dies führt dazu, dass die Reflexe individuell und den Situationen angepasst erfolgen und so auch die Deckung stets geschlossen ist.  Aufgrund der rein taktilen Natur ist das Chi Sao sehr schnell und optischen Reaktionen prinzipiell überlegen. So können sich im Chi Sao geübte WT-Kämpfer auch blind verteidigen.

Diese Tastreflexe sind eines der wesentlichen Alleinstellungsmerkmale des Wing Tzun und werden auch als dessen Seele bezeichnet. Ohne Chi Sao wäre das WT nur eine Ansammlung einzelner Techniken.

3. Teil: Lat Sao (Sparring-Übungen)

Das Ziel des Wing Tzun Trainings ist es, Kampffähigkeit zu entwickeln, was auch bedeutet zu lernen, mit seiner Angst umzugehen. Im Lat Sao (übersetzt "Freier Kampf") lernt der Schüler in einer eins-zu-eins-Situation gelerntes anzuwenden um so sein Könne zu überprüfen. Im WT wird ein Kampf prinzipiell in fünf Phasen eingeteilt:

  1. Phase - Trittdistanz: Kämpfen mit den Fußen
  2. Phase - Schlagdistanz: Kämpfen mit den Händen (Fäusten, Handkanten)
  3. Phase - Kämpfen mit Knien und Ellbogen
  4. Phase - Halten, Werfen, Gegenwerfen, Würgen
  5. Phase - Bodenkampf

Im Lat Sao werden alle Fünf Phasen ausgiebig trainiert; nur so erlangt man eine Kampf- und Verteidigungsfähigkeit, die konsequent in sich selbst ist. Selbetstverständlich werden zu Beginn der Ausbildung alle Schläge, Tritte, usw. mit nur leichtem Kontakt trainiert, die Minimierung der Verletzungsgefahr ist stets oberstes Gebot. Dies gilt ebenso für das Training mit fortgeschrittenen Kenntnissen und erweiterter Schutzausrüstung.

Somit ist das Lat Sao nicht nur eine gute Probe für einen Lernerfolg, es ist auch ein sehr motivierender Teil des Wing Tzun.